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Körnungsratgeber

Welche Körnung passt zu Beton und Estrich?

Die richtige Körnung richtet sich nicht nur nach dem Materialnamen. Zustand, Festigkeit, vorhandene Beschichtung und gewünschter Folgeschritt entscheiden darüber, ob grob geöffnet oder nur fein vorbereitet wird.

Beton & EstrichK16 bis K100Probefläche empfohlen
Siliziumkarbid Schleifscheibe für Beton und Estrich

Zuerst den Untergrund beurteilen

„Beton“ oder „Estrich“ allein reicht für eine sichere Körnungsempfehlung nicht aus. Ein dichter, harter Untergrund verhält sich anders als eine mürbe Fläche oder ein Boden mit alter Beschichtung.

  • Ist die Oberfläche tragfähig, rissig, sandend oder beschichtet?
  • Soll Material stark abgetragen oder nur angeschliffen werden?
  • Welche Oberfläche oder Beschichtung folgt anschließend?
  • Welche Maschine, Absaugung und welcher Treibteller werden eingesetzt?

Körnungen als praktische Orientierung

KörnungAbtragOrientierung
K16Sehr starkRobuste Flächen und starke Altbeschichtungen – immer testen
K24StarkGrober Einstieg bei geeigneter mineralischer Oberfläche
K36 / K40MittelGrundschliff oder Folgeschritt nach grober Körnung
K60ReduziertZwischenschliff und gleichmäßigere Vorbereitung
K80 / K100FeinerFeinere Vorbereitung abhängig vom Folgeaufbau
Keine Körnung „blind“ festlegenDie Tabelle ersetzt keine Untergrundprüfung. Auf einer kleinen Probefläche lassen sich Abtrag, Schleifbild und Maschinenlauf beurteilen.

Warum die Schleiffolge wichtig ist

Eine sehr grobe Scheibe hinterlässt ein grobes Schleifbild. Wird danach direkt zu fein weitergearbeitet, können Spuren bestehen bleiben und die feinere Scheibe unnötig belastet werden.

  1. Grob öffnen
    Nur wenn es der Zustand wirklich erfordert, mit K16 oder K24 beginnen.
  2. Schleifbild abstufen
    Mit K36 oder K40 die groben Spuren kontrolliert reduzieren.
  3. Weiter vorbereiten
    K60 bis K100 passend zum gewünschten Folgeaufbau auswählen.

Typische Fehler beim mineralischen Schliff

Zu lange auf einer Stelle

Ungleichmäßige Führung kann Vertiefungen oder ein unruhiges Schleifbild verursachen.

Schleifmittel nicht zentriert

Ein schiefer Aufbau erzeugt Vibrationen und belastet Maschine, Pad und Scheibe.

Ungeeignete Absaugung

Mineralischer Staub verlangt eine zur Anwendung passende, wirksame Absaugung.

Folgeaufbau ignoriert

Die letzte Körnung muss zur späteren Beschichtung oder Oberflächenbehandlung passen.

Staub und Arbeitsschutz einplanen

Beim trockenen Schleifen mineralischer Untergründe kann erhebliche Staubbelastung entstehen. Verwenden Sie geeignete Absaugtechnik sowie den notwendigen Atem-, Augen- und Gehörschutz. Beachten Sie die Betriebsanleitung der Maschine und die geltenden Arbeitsschutzvorgaben.

Körnung auf der Produktseite auswählen.

K16 als 5er-Pack; K24 bis K100 im 10er- oder 20er-Pack.

Häufige Fragen

Welche Körnung eignet sich für starken Abtrag auf Beton?

K16 oder K24 können je nach Untergrund infrage kommen. Vorher ist eine Probefläche notwendig.

Welche Körnung ist für den Zwischenschliff geeignet?

K60 wird häufig als Zwischenschliff eingeordnet; die tatsächliche Wahl hängt vom Folgeaufbau ab.

Muss zwischen den Körnungen abgestuft werden?

Eine abgestufte Schleiffolge hilft, grobe Schleifspuren kontrolliert zu reduzieren.